googleplus: ich bin dann mal weg…

rekursiv (8)

„In theory, theory and practice are the same. In practice, they’re not.“ – Yoggi Berra

(vielleicht nicht wirklich rekursiv, erzeugt aber irgendwo doch eine hirnschlaufe)

Twitterer Analyse zum Scoopcamp 2010

In der vergangenen Woche fand in Hamburg das zweite Scoopcamp statt. Aufgrund der Twitterer, die vor Ort waren, habe ich eine kleine Netzwerkanalyse mit Gephi vorgenommen.
Wie man die Daten aus twitter ausliest, beschreibt Tony Hirst auf dem OUseful-Blog, wie man sich mittels tweepy und OAuth anmeldet, erklärt Jeff Miller ausführlich in einem Blogeintrag.

In der Mitte sieht man die bestvernetzten Twitteraccounts, die grünen Linien sind einseitige Follows, die roten Linien „mutual“, also gegenseitige Follows. Hat jemand Gedanken zur Interpretation?
Quelldatei: Gephi Datei Scoopcamp 2010 Twitterer

Geiler Schwede

Ebbot Lundberg ist ein Held für mich. Ein Held, den ich immer wieder neu entdecke. Ende der Achtziger sah ich ihn mit Union Carbide Productions, einer MC5 nicht unähnlichen Punkrock-Band in der Fabrik in Hamburg. Die Musiker fingen an zu spielen, der Sänger fehlte noch. Als er auf die Bühne stürmte, nahm er gleich Anlauf zum Sprung ins Publikum. Später hangelte er sich mit nacktem Oberkörper an den Lüftungsrohren, die dann auch ein bisschen herunterkamen. Wahnsinn! Hatte ich damals noch nicht gesehen, sowas.

Im Marx, der kleinen Markthalle, wollte er bei einem späteren Konzert gar nicht mehr aufhören zu spielen. Die Bandkollegen waren alle schon hinter der Bühne, während Ebbot noch Spirenzchen unter dem Jubel des Publikums veranstaltete. Pillermann rausholen, komplett nackt alleine Schlagzeug spielen – bis er von seinen eigenen Kollegen von der Bühne gezerrt wurde.
Nach der genial krachigen ersten Platte „Down on the Beach“ wurden UCP immer rockiger, ruhiger. War okay für mich, waren ein paar richtige Hits dabei, aber eigentlich war ich beleidigt, mir fehlte die Ausschweifigkeit des Punkrocks. Deshalb ignorierte ich die Nachfolgeband The Soundtrack of our Lives erst einmal für viele Jahre, auch wenn sie mir heute sehr ans Herz gewachsen sind. Wiederentdeckung Nummer Eins.
Das Covermotiv der letzten Platte Communion finde ich maximal irreführend, was den Stil der Musik angeht. Schräger Humor. Was trinken die da? Ist das aus nem Shopping-Channel? Oder von ner Sekte?
Communion
Aber nun zum eigentlichen Thema und das ist Wiederentdeckung Nummer Zwei. Der geile Schwede scheint etwas unausgelastet zu sein und produziert nebenher immer noch kleine Kollaborationen und die sind viel ruhiger und unrockig. Kann ich jetzt mit umgehen. Mit Trummor & Orgel (“Trommel & Orgel“) einer Zwei-Mensch-Band nahm er „Rest in Peace“ auf. Das Stück, so traurig und schön, soll mal gespielt werden, wenn ich ablebe und liebe Menschen sich von mir verabschieden. Bitte merken, Freunde.

Ausserdem lief im schwedischen TV eine Serie mit Jugendlichen, Radau und den Sechzigern namens „Upp till kamp“, würde ich nur zu gerne mal sehen. Kommt bestimmt mal auf Arte. Jedenfalls singt Ebbot da auch was wunderfein ruhiges.

Ausserdem gibt es diese Aufnahme, wo sich Herr Lundberg mit TSOOL-Kollegen in eine Kirche begibt und uns was vororgelt. Kann man nicht einbettieren, deswegen nur per Link. Wie man sieht, hat Ebbot ein bisschen an Gewicht zugelegt und einen Vollbart. Den lass ich mir jetzt auch mal stehen.

ein paar blog-empfehlungen

angestachelt durch splitbrain, gebe ich ein paar blog-empfehlungen ab:

freckled – ein fotoblog mit sommergesprosselten menschen, NSFW

Man muss ja nicht immer reden – das sex blog von zeit.de

ahoi polloi – hintergründige cartoons

Hacker News – information overflow

Awesome Tapes from Africa – Afrikanische Musik jenseits von Mulatu Astatke

find unused css declarations

ever tried to find unused declarations in one file or a bunch of 100 kB of CSS files? it’s a work your worst enemies should do. especially because these CSS files are not written for human minds anyway. they are written to be interpreted by computers. so ⅰ was surprised that there seems no standard program to filter out declarations of CSS which aren’t used. but finally ⅰ found a program in form of a ruby rakefile which does the dirty job: deadweight. as ⅰ usually don’t work with ruby, there were some stumbling blocks to get this working. assuming you have an ruby stack on your GNU/Linux or MacOS Ⅹ workstation already installed.
add the github ruby gems to your library:
gem sources -a http://gems.github.com
download aanand’s code:
sudo gem install aanand-deadweight
(normally it will be installed to/usr/local/)
save one of the examples from the deadweight-website as mywebsite.rb, edit dw.root and dw.stylesheets as you need it. try to run the script as
ruby mywebsite.rb
you may get error messages back like
/usr/lib/ruby/1.8/deadweight.rb:1:in `require': no such file to load -- css_parser (LoadError)
in this case you need to install css_parser with
gem install css_parser
and/or export the rubygems with:
export RUBYOPT=rubygems
now you may find out that the example is not really a ruby script but a ruby makefile called rakefile. so we don’t start it with ruby but with:
rake --rakefile mywebsite.rb deadweight
looks silly for a shell scripter and perl hacker but it works!
thanks to aanand!

what is drupal?

von wunderschön bis sehr, sehr traurig: schanzenfest 2009

eigentlich wollte ich diesen eintrag nicht schreiben, aber markus sorger hat mich mit seinem bericht und bildern doch dazu bewegt. seit jahren ist das schanzenfest anlass für randale _und_ anlass für gewalt durch die polizei. warum das so sein muss, ist mir schleierhaft. tagsüber ist das schanzenfest eines der schönsten strassenfeste, das man sich vorstellen kann und irgendwann kommt immer der punkt, wo die hölle ausbricht. liegt’s an diesen herrschaften?
die polizei hat recht provozierendes party-outfit
zufällig stand ich neben der bühne, als der stress losging. habe beobachtet, wie sich die polizei die helme aufsetzte und sie 5 minuten später in voller montur in ohne rücksicht auf verluste, mit maximaler aggression in die menge sprintete. dabei rempelten sie haufenweise menschen um, um einen besoffki festzusetzen, der wahrscheinlich vorher irgendwas gemacht hat. innerhalb von sekunden kippte die stimmung. den beamten wurden beine gestellt und mit „HAUT AB!!!“ rufen beschallt. es flog leuchtspurmunition in meine richtung, landete unter dem sitz eines elektromobil eines assistenzbedürftigen und fing gerade an, richtig zu brennen. nur mit mühe konnten wir den brand löschen, während der fahrer natürlich panisch angst hatte. von allen seiten stürmte polizei in voller kampfmontur an. die standen ja schon die ganze zeit bereit und so einsatz muss im nachhinein ja auch gerechtfertigt sein, sonst darf man nächstes jahr dann vielleicht nur mit der hälfte der beamten erscheinen. während der nächsten stunden gab es einiges zu beobachten, das einem rechtstaat nicht würdig ist. wasserwerfereinsatz ohne pflichtgemässe ankündigung. presseleute, die rumgeschubst wurden und die kamera zugehalten wird. und vor allem: einsatz von schlagstöcken gegen unbeteiligte. dazu gehöre auch ich. obwohl ich mich langsamen schrittes vom geschehen wegbewegte, wurde ich überraschend von hinten von einem beamten angegriffen und von seinem schlagstock bearbeitet. nur weil ich ihn anschrie, ob er sie noch alle hat und dass ich von der presse sein, liess er von mir ab und rannte weiter. von den zwei grossen blutergüssen in der leiste und am oberschenkel werde ich noch ein weilchen was haben. am neuen pferdemarkt wurde ganz real mit einem wasserwerfer in das lokal oktober und die bar zoe2 geschossen. all das habe ich selber gesehen. nicht selber gesehen habe ich die ereignisse um das jolly und das ist richtig erschreckend.
eines der vielen feuer auf der strasse

bild kodierung per microblogging

crazy zeugs, das Quasimondo da auf flickr zeigt:
Mona Lisa per Tweet

Preliminary result of a little competition with the goal to write an image encoder/decoder that allows to send an image in a tweet. The image on the left is what Ⅰ currently manage to send in 140 characters via twitter.

Der Tweet liest sich per Google Translate auf deutsch so:

婂 Allopurinol圑Peitsche恄幖ist怤Luke怴搝Krieg娻屗leicht唭Rahmen奊唀Chuai峔Wild Mountain埯S hi廇嗕Schrank, die singen嚵Posing壛geschnitzten Spitzen墥solides Verständnis壋Küche Altar喿Faschinierungsarbeiten奰Xiao-Lun恛Besuch einer Prostituierten Jie姴啷嬂hässliche Frau Saint嫤triazin娐Pharynx峈Köder嬻insbesondere愰啴屽嶍屽einsamen Tal喿嶐Treasury唥dumm Leiche彐Qixiang帄Beerdigung Auto啯Leerlauf Starterklappe offenen嗙Umgliederung唅genau das, was憛Qi Zhe悐Sie rufen幮nervös Gut nicht darauf hin,惐widerspenstigen啹gespendet戠Xiao traurig Riechmarke robusten Rahmen Streik拀唹Cement Block嵄einzigen彠Wo Sie囏庰抂唋岰媮Cape夣宐彋媀恦Zylinder彐weinen姩宔嬀

Dada-Lyrik gemischt mit Anflügen von Pharma-Spam.
via Glaser

bringen das geld zur sparkasse

reblog @svensonsan

Wenn’s schon nicht gelingt, die tatsächlichen Probleme zu lösen – die Arbeitslosigkeit, die Flüchtlingsfrage, die Steuerreform –, dann löst man geschwind ein Scheinproblem. Hokuspokus – endlich ein Gesetz! Endlich ist die Jugend gerettet! Endlich können sich die armen Kleinen am Kiosk keine Aktphotos mehr kaufen und bringen das Geld zur Sparkasse.

von Erich Kästner