Berufszynismus vs Openminded
Hmm, der Titel ist vielleicht etwas gehässig, aber das war das Experiment: Die Zusammenlegung einer Journalistenkonferenz mit einem Barcamp zum Thema Medien.
Gestern fand das erste Mediacamp in Hamburg statt. Oliver hat ganz recht damit, dass die Veranstaltung kein Barcamp war. Statt einer hochdynamischen Sessionfindungsrunde gab es ein leicht langweiliges Panel, bei der auch noch Inhalte der späteren Workshops vorweggenommen bzw deren Themen angeschnitten wurden.
Ok, danach wanderten noch ein paar Workshops auf den Zeitplan, aber das war insofern wenig spontan, als dass es keine Vorstellungsrunde gab und man so nicht wusste, welche Workshops von Experten man anfragen konnte.
Die Veranstaltung hatte trotzdem etwas mit einer Unkonferenz gemein: es waren Leute anwesend waren, die schon mal auf einem Barcamp waren. ;-)
Nichtsdestotrotz hat es Spass gemacht. Es waren nämlich einige interessante Menschen anwesend… z.B. Frerk vom FOLGE magazin. Schöne Grüsse nach Berlin!
Ausserdem Dank an die Veranstalter, auch für den Mut zum Experiment.
Kulturwandel ist kein Rennschwein, sag ich mal. Dass die Barcamperfraktion etwas zuviel Kongressstruktur beklagt, nicht so schrecklich überraschend. Dass ich von Kongressmenschenfraktion bislang kaum schlechtes Feedback bekommen habe, stimmt mich für die Zukunft aber sehr positiv. :-)
Die Vorbereitung und Sessionfindung lief zum großen Teil vorab über Website + Wiki. Dort GAB es auch eine komplette Teilnehmerliste, samt Tätigkeit etc., du hättest dir also durchaus Experten suchen können – und tatsächlich lief das bei den meisten Panels ja auch so. Bei 120 Teilnehmern (und ich will nicht verhehlen, dass wir eher mit noch mehr gerechnet hatten) halte ich eine Vorstellungsrunde für eher schwierig – gib jedem nur eine Minute, und du hast nach zwei Stunden Vorstellung vergessen, wer da am Anfang dran war…
jonet tag mediacamp…
am Samstag war vornehmlich nett wegen der Leute. RSS Panel von Serge war super und hätte meinetwegen auch noch länger gehen können. Videojournalismus stocherte für mich ein wenig in der Gegend rum, aber wahrscheinlich spiegelt das auch die momentan…
@Matthias: die Teilnehmerliste im Web nützt einem nichts, wenn man keine Gesichter zuordnen kann und nicht mal weiss, ob die entsprechenden Personen erschienen sind.
Vorstellen muss nicht ewig dauern, beim Barcamp Berlin ging das auch mit über hundert Teilnehmern. Selftagging (von mir damals im Brausebrand vorgeschlagen, ja praktisch erfunden!) klappt erstaunlich gut, jeder sagt seinen Namen und drei Schlagwörter zu sich selbst. Dann muss man auch nicht mehr erinnern, wer sich am Anfang vorstellte, sondern nur, mit wem man als nächstes reden will.