von wunderschön bis sehr, sehr traurig: schanzenfest 2009
eigentlich wollte ich diesen eintrag nicht schreiben, aber markus sorger hat mich mit seinem bericht und bildern doch dazu bewegt. seit jahren ist das schanzenfest anlass für randale _und_ anlass für gewalt durch die polizei. warum das so sein muss, ist mir schleierhaft. tagsüber ist das schanzenfest eines der schönsten strassenfeste, das man sich vorstellen kann und irgendwann kommt immer der punkt, wo die hölle ausbricht. liegt’s an diesen herrschaften?

zufällig stand ich neben der bühne, als der stress losging. habe beobachtet, wie sich die polizei die helme aufsetzte und sie 5 minuten später in voller montur in ohne rücksicht auf verluste, mit maximaler aggression in die menge sprintete. dabei rempelten sie haufenweise menschen um, um einen besoffki festzusetzen, der wahrscheinlich vorher irgendwas gemacht hat. innerhalb von sekunden kippte die stimmung. den beamten wurden beine gestellt und mit „HAUT AB!!!“ rufen beschallt. es flog leuchtspurmunition in meine richtung, landete unter dem sitz eines elektromobil eines assistenzbedürftigen und fing gerade an, richtig zu brennen. nur mit mühe konnten wir den brand löschen, während der fahrer natürlich panisch angst hatte. von allen seiten stürmte polizei in voller kampfmontur an. die standen ja schon die ganze zeit bereit und so einsatz muss im nachhinein ja auch gerechtfertigt sein, sonst darf man nächstes jahr dann vielleicht nur mit der hälfte der beamten erscheinen. während der nächsten stunden gab es einiges zu beobachten, das einem rechtstaat nicht würdig ist. wasserwerfereinsatz ohne pflichtgemässe ankündigung. presseleute, die rumgeschubst wurden und die kamera zugehalten wird. und vor allem: einsatz von schlagstöcken gegen unbeteiligte. dazu gehöre auch ich. obwohl ich mich langsamen schrittes vom geschehen wegbewegte, wurde ich überraschend von hinten von einem beamten angegriffen und von seinem schlagstock bearbeitet. nur weil ich ihn anschrie, ob er sie noch alle hat und dass ich von der presse sein, liess er von mir ab und rannte weiter. von den zwei grossen blutergüssen in der leiste und am oberschenkel werde ich noch ein weilchen was haben. am neuen pferdemarkt wurde ganz real mit einem wasserwerfer in das lokal oktober und die bar zoe2 geschossen. all das habe ich selber gesehen. nicht selber gesehen habe ich die ereignisse um das jolly und das ist richtig erschreckend.

[…] schanzenfest: http://blog.doomicile.de/2009⁄07/05/von-wunderschoen-bis-sehr-sehr-traurig-schanzenfest-2009/ […]
Es war eine friedliche Feier. Um die 12000 Menschen waren am essen trinken und tanzen. Es gab alles was eine schöne Feier ausmacht. Bis Einzelne Polizeibeamte sich mit ebenfalls wenigen Provokateuren Auseinandersetzungen lieferten, Grund war das die Polizei mit den schwären Wasserwerferfahrzeugen, mit hohe Geschwindigkeit ,das Abbauen der Bühne drängten viele mussten zu Seite springen, sonst wären sie überfahren . Eine Flasche flog von der Bühne, die am abbauen war
kurz darauf nahmen die beamten cs gas und sprühten es in die menge, gleichzeitig die Wasserwerfer,die feiernden Schrein „Bullen raus“, und paar schmeißen Flaschen ,die Polizei reagierte sehr aggressiv und schoss weiter mit den Wasserwerfer wild in die Menge, ob man beteiligt war oder nicht.
Ganz schanzenvirtel wurde abgesperrt mit vielen die nur feiern wollten,die Hundertschaften wurden immer Aggressiver und sperrten die Roteflora ab ,da ist es eskaliert .Flaschen und Knallkörper sind von ein Dach gegenüber der Flora geworfen worden
viele Verletzte auf beider Seiten. Auf den Strassen Brennende Barrikaden mit Müll, ein Polizeiwagen und parkende Autos wurden angezündet.
die Straßen sind voll mit Glassplitter und Müll
das ist die Bilanz von Schanzenfest 2009
adam ouassim
[…] gabs doch mehr verletzte schutzmänner und frauen beim schanzenfest als zu erst errechnet, die nachgezählten haben wohl noch den rest der nacht irgendwelche bars […]
ich selbst wurde von der polizei verletzt, ich wurde einfach zu seite geworfen und landete in einer scherbe seitdem habe ich eine deutliche nabe am ellenbogen die nie heilen wird da sie so ziemlich bis auf den knochen ist.